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Familien pflanzen neuen Kirchenwald

Katholische Kita hat Idee zum Generationenprojekt / Flatterulmen und Stieleichen im Schwaneyer Forst

Pflanzaktion für den Kirchenwald in Schwaney: (von links) Kirchenvorsteher Anton Küting, Kita-Leitung Jutta Finke, Gemeindereferent Andre Hüsken, Fachbereichsleiter Thomas Matuszak, Pfarrer Georg Kersting, Prokurist Holger Wibbe und Kirchenvorstand Karl Stiewe mit Eltern und Kindern.

Pflanzten Flatterulmen am Ellerbach: Thomas Finke mit seiner Tochter (rechts).

Mit dem Hammer den Haltepfosten festgeklopft: Timo Lang pflanzte mit seiner Tochter (links) für jedes Lebensjahr einen Baum.

Generationenprojekt Kirchenwald: (von links) Mutter Silvia und Vater Benedikt Stiewe mit Tochter und Oma Hiltrud Stiewe. Opa Karl Stiewe hatte die Aktion mitgeplant.

Schwaney. Reichlich Wasser von unten, ein wenig Regen von oben, dazwischen auch Sonnenschein sowie ein Regenbogen und 100 tatkräftige Kinder, die mit ihren Eltern gemeinsam über 600 Baumsetzlinge in die Erde brachten: Die Zutaten waren gut gewählt, als die Kita St. Johannes Baptist jetzt den kahlen Kirchenwald am Ellerbach aufgeforstet hat. Gemeinsam mit dem Kirchenvorstand hatte Kita-Leiterin Jutta Finke die Idee der Pflanzaktion geboren. Durch Unterstützung des Gemeindeforstamtes Willebadessen konnte das nun gelingen. Wenn alles gut klappt, werden künftig sogar 2.000 neue Bäume, zur Hälfte Stieleichen und Flatterulmen, in dem etwa einen Hektar großen Kirchwald an der Wegebiegung wachsen können.

„Die Wurzeln der Bäume und die Löcher der Pflanzhüllen nach unten“ hatte Förster Philip Fortstroer scherzhaft den Kindern mit ihren Eltern zugerufen. Die entsprechenden Pflanzlöcher waren bereits gebohrt. In sie setzten die Jungen und Mädchen die jungen Bäume. Rund um den feuchten Ellerbach fanden Flatterulmen ihren Standort. Im etwas höher gelegenen Gelände wurden Stieleichen gesetzt. Jeder Setzling erhielt einen Haltestock mit grüner Kunststoff Schutzhülle. Fehlt sie, droht Verbiß oder ein Herunterdrücken durch die Rehe. Auch das Zuwuchern der Setzlinge durch die vielen Brombeeren soll das verhindern.

Mit dem feuchten Boden und den überall verwobenen Ranken hatten die Kinder durchaus zu kämpfen. In jeweils zwei Gruppen waren sie mit ihren Eltern zur Pflanzaktion gekommen, fast alle per Rad, manche sogar zu Fuß aus dem nahegelegenen Ort. Nach dem Rückweg kehrten sie in ihre Kita ein und wurden mit Waffeln und Würstchen belohnt.

Unterstützt wurden sie bei der Pflanzaktion nicht nur vom Förster sondern auch von den fachkundigen Mitgliedern des Kirchenvorstandes. Karl Stiewe, Anton Küting und Johannes Striewe waren ebenso mit vor Ort wie Pfarrer Georg Kersting und Gemeindereferent Andre Hüsken. Und auch die tatkräftige Hilfe von Prokurist Holger Wibbe und dem pädagogischen Fachbereichsleiter Thomas Matuszak brachte etliche Bäume in die gewünschte Position. Die beiden waren vom Kita-Träger, der Katholischen Kita Hochstift gem. GmbH aus Paderborn, angereist, um die tolle Aktion zu unterstützen.

„Guck mal, den Wald habe ich mit meiner Familie gepflanzt“, wünschte sich Kita-Leiterin Jutta Finke später einmal genau solche Aussagen der Kinder. Denn künftig will die Kita einmal im Jahr an der Pflanzstelle nach dem Rechten sehen. Da es sich bei der Aufforstung um Naturschutzflächen handelt, dürfen sie nur einmal im Jahr dort Brombeeren jäten. Rund 140 Jahre brauchen die Flatterulmen, sogar stolze 200 Jahre die Stieleichen, bis sie einmal erntereif sind. Das ist eine lange Zeit, die den Kindern bei den künftigen Besuchen deutlich gemacht werden soll.

Im Schwaneyer Wald hatten zuvor Fichten gestanden. Sie waren durch Borkenkäfer und Windbruch geschädigt und im vergangenen Jahr geerntet worden. Im August erfolgten dann Verkauf und Abfuhr durch den Kirchenvorstand. Eine sofortige Neubepflanzung scheiterte am Nachschub. Den hatte Förster Fortstroer erst jetzt besorgen können. „Wir wollen den Wald durch diese Pflanzung wieder nachhaltig in seinen Ursprung zurückführen“, beschrieb Jutta Finke die gute Kooperation mit dem Kirchenvorstand. Der hatte die Aktion aus den Erlösen des Holzverkaufes finanziert.

Das Baumpflanzungen wirklich ein Generationenprojekt ist, das bewiesen auch Kirchenvorstand Karl Stiewe mit seiner Frau Hiltrud. Sie setzen gemeinsam mit ihrem Sohn Benedikt und seiner Frau Silvia sowie der Enkeltochter die ein oder andere Stieleiche in den Boden. Damit später einmal Lottas Enkel mannshohe Bäume bestaunen können.

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